Ablauf des Neurofeedbacks

Schritte des Trainings

1. Diagnostik

1. Zunächst klären wir mit Ihnen im Erstgespräch die Entstehung und den Verlauf der Symptome/Beschwerden. 

2. Mithilfe einer EEG-Diagnostik "Quantitatives EEG" wird die Gehirnaktivität 20 Min. lang gemessen und anschließend mithilfe einer speziellen Software ausgewertet. Diese Auswertung liefert die Basis für die individuelle Auswahl des Trainings: Welche Areale des Gehirns müssen wie trainiert werden? Nur so ist eine effektive Behandlung möglich.

2. Behandlung

Die identifizierten Gehirnbereiche werden nun spielerisch trainiert. Wenn der Klient an das EEG angeschlossen ist, werden seine Gehirnströme gemessen. Um nun die gewünschte Gehirnaktivität (z.B. Konzentration) zu trainieren, nutzt man den psychologischen Effekt des Lernens am Erfolg: Wenn es einem gelingt fokussiert das Spiel oder den Film zu verfolgen, wird man durch einen hellen, klaren Bildschirm "belohnt" - sobald man den gewünschten Zustand verlässt und unkonzentriert, gestresst ist, wird der Bildschirm dunkel, der Ton leise. Um schnell zurück in den Belohnungszustand zu kommen, versucht das Gehirn seine Aktivität entsprechend zu verändern. 

Die gewünschte Gehirnaktivität wird so verstärkt und durch Wiederholung automatisiert. Das Erlernte überträgt sich so in den Alltag.

Bei ADHS empfehlen die aktuellen AWMF-Leitlinien mindestens 24 Sitzungen, da die Veränderungen im Gehirn ausreichend Wiederholung und Zeit brauchen, um sich auch im Alltag zu festigen.

Doctor and patient with encephalography

3. Evaluation der Ziele

Am Ende der Behandlung wird überprüft:

  • Welche Ziele wurden vollständig oder teilweise bewältigt?

  • Woran sind die Veränderungen zu erkennen?

  • Wie sind die Veränderungen spürbar?

Mehrere Studien konnten bereits nachweisen, dass das Gehirn auch Monate nach der Behandlung noch weiterlernt, sodass die erzielten Verbesserungen Monate bis Jahre nach der Therapie noch größer werden.

Sie haben Fragen oder Interesse?

Neurofeedback: Training der Gehirnaktivität

Wie funktioniert Neurofeedback?

Neurofeedback trainiert die Selbstregulation unbewusster Abläufe im Gehirn

 

Kurz gesagt: Gewünschte Gehirnaktivität (z.B. Konzentration, Entspannung) wird durch Belohnung verstärkt - ungewünschte Aktivität (Stress, Ablenkung usw.) wird verringert. Dies geschieht mithilfe mithilfe eines Medizingeräts- dem EEG (Electroencephalogram). 

Durch Wiederholung lernt das Gehirn die eigene Aktivität so zu verändern, dass Sie entspannter, leistungsfähiger, ausgeglichener sind.

Klavier.jpg

Wer Klavier lernt, hört genau hin, ob die Melodie, die man spielt "richtig" klingt. Solange es nicht stimmig erscheint, versucht man ganz automatisch Tempo, Lautstärke, Rhythmus usw. anzupassen bis es harmonisch klingt.

Das Belohnungszentrum im Gehirn reagiert auf den verbesserten Klang - es wird die Veränderungen mit etwas Übung beibehalten.

Genauso funktioniert Neurofeedback: Ist man z.B. konzentriert, wird man belohnt, ist man unkonzentriert/gestresst, fällt die Belohnung weg - automatisch versucht das Gehirn seine Aktivität so zu verändern bis es den Belohnungszustand wieder ereicht.

Durch ausreichend Übung wird der gewünschte Zustand immer mehr verstärkt.

Wie können Gehirnwellen beeinflusst und so verändert werden?

Wenn mithilfe des qEEGs die auffälligen Gehirnmuster erkannt wurden (z.B. eine zu intensive oder schwache Kommunikation zwischen neuronalen Bereichen), wird die Selbstregulation vom "gesunden" Gehirn gezielt trainiert. Dabei nutzt man den Effekt des Belohnungslernens: Die gewünschte Gehirnaktivität wird durch positives Feedback verstärkt. 

Das Gehirn will diese Belohnung (z.B. ein heller Bildschirm bei Konzentration) beibehalten und versucht seine neuronale Aktivität so lange zu verändern bis es den gewünschten Zustand erreicht. Ist es erfolgreich, wird es das Erlernte automatisch wiederholen. Mehr Übung schafft mehr Automatisierung im Alltag.  

Wie dies in den unterschiedlichen Anwendungsbereichen funktioniert, lesen Sie hier.